26. August 2011

Das Wlan ist heute im Computerbereich nicht mehr wegzudenken. Drahtlose Netzwerkverbindungen erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit. Über Wlan-Router werden jedoch nicht nur Computer drahtlos mit dem Internet verbunden, sondern auch etliche andere multimediale Geräte. Sehr interessant ist der Einsatz sogenannte IP-Kameras.

Die Wlan-Kamera
Bei einer Wlan-Kamera handelt es sich um eine drahtlose Netzwerkkamera. Sie wird häufig auch IP-Kamera beziehungsweise CCTV-Kamera bezeichnet. CDTV steht hierbei für Closed Circuit Television, was auf einen begrenzten Einsatz von Empfangsgeräten hinweist. Diese Kameras werden häufig zu Überwachungszwecken eingesetzt. Sie benötigen lediglich eine geeignete Energieversorgung, die unter Umständen sogar aus einem Akku bestehen kann. Jede Kamera besteht aus mehreren Baugruppen. Zu den wichtigsten Bestandteilen einer IP-Kamera gehören das Objektiv, der Bildsensor und eine Videoübertragungseinheit. In der Regel handelt es sich beim Objektiv um eine Festwertbrennweite. Nur sehr teure Varianten besitzen ein Zoomobjektiv, welches ferngesteuert bedient werden kann. Aufgrund von Kosteneinsparungen werden meist einfache Bildsensoren mit höchstens 2 Megapixeln verwendet. Ausschlaggebend für eine Wlan-Kamera ist die Videoübertragungseinheit. In ihr wird geregelt, mit welcher Übertragungsqualität ein Video aufgezeichnet und übertragen wird. Standardmäßig sollte eine Kamera in der Lage sein, wenigstens im MPEG2-Format Bilder aufzunehmen. Neuere Modelle schaffen sogar das MPEG4-Format. Als IP-Kamera besitzt die Kamera eine eigene IP-Adresse, mit der sie als eigenständiges Gerät in einem Wlan-Netzwerk erkannt und angesteuert wird. Sie hat damit die Funktion eines Webservers. Es werden nicht nur Bildinformationen übertragen, sondern auch Tonsignale. Um den Datenverkehr über das Netzwerk nicht übermäßig zu beanspruchen, werden Bild- und Tonsignale weitestgehend komprimiert.

Der Einsatz einer IP-Kamera
Wlan-Kameras übertragen digitalisierte Video-Stream über ein drahtloses IP-Netzwerk. Sie können zu Überwachungszwecken meist unauffällig an sensiblen Bereichen installiert werden. Die gesendeten Daten werden zu Sicherungszwecken in einem PC-System auf einer Festplatte gespeichert. Auch bei schlechter Beleuchtung reagieren diese Kameras, wenn sie zusätzlich noch mit einem Bewegungsmelder ausgestattet sind. Einige Versionen schalten bei Aktivierung zusätzlich noch eine Beleuchtung ein. Im Aktivierungsfall kann der Benutzer per Email oder SMS benachrichtigt werden. Neben Überwachungszwecken kann eine IP-Kamera auch als sogenannte Web-Cam eingesetzt werden. Hierbei wird in regelmäßigen Abständen ein Standbild eines Aufnahmeortes an den Server übermittelt und kann dort abgerufen werden. Viele bekannte Urlaubsorte informieren auf diese Weise ihre Gäste über das aktuelle Wetter.

Die verschiedenen Wlan-Kameras
Die gewöhnliche IP-Kamera für den Außeneinsatz befindet sich in einem kastenförmigen wetterfesten Gehäuse. Sie kann mit zusätzlichen Anbauteilen, wie Bewegungsmelder und Zusatzbeleuchtung ausgestattet werden. Einfache Modelle für den Hausgebrauch sind nicht wettergeschützt. Bei der Dom-Kamera handelt es sich um eine Wlan-Variante, die in einem Kuppelgehäuse untergebracht ist. Diese Kameras werden vornehmlich an der Decke installiert. Jede Kamera gibt es in vielen unterschiedlichen Qualitäten und Preisklassen. Bei einigen IP-Kameras ist eine Pan- und Tiltzoom-Funktion enthalten. Damit können Bewegungen, wie Zoomen, Drehen und Schwenken, sowie Auflösungsveränderungen über das Internet ferngesteuert ausgeführt werden.

Wo sind Wlan-Kameras erhältlich?
Viele Internetshops bieten eine reiche Auswahl der verschiedenen Kameras an. Neben den kabelgebundenen Varianten sind hier auch die Wlan-Kameras zu finden. Aber auch in größeren örtlichen Elektrofachgeschäften können diese Kameras gekauft werden. Der Trend geht immer häufiger zu den drahtlosen Wlan-Kameras.




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